Kreisfeuerwehrverband Reutlingen

Suchergebnis löschen

Für mehr Sicherheit

von Generalanzeiger Reutlingen

Feuerwehr - Neues Drehleiterfahrzeug der Eninger in Dienst genommen. Ersatz nach 30 Jahren. Alexander Schweizer: Sichtbares Zeichen der Wertschätzung
Für mehr Sicherheit

Von Gabriele Leippert

ENINGEN. Bürgermeister Alexander Schweizer und Kommandant Gunter Hespeler strahlten mit dem leuchtend roten Fahrzeug um die Wette. Die Freiwillige Feuerwehr Eningen hat ihr neues Drehleiterfahrzeug »DLK (K) 23-12« überreicht bekommen.

 

Bürgermeister Alexander Schweizer und Kommandant Gunter Hespeler strahlen mit Kreisbrandmeister Walter Herrmann sowie Willi Korle von Magirus (Fahrzeug-Aufbau) und Stefan Heymann von Daimler Benz (Fahrgestell) um die Wette (von rechts). FOTO: Gabriele Leippert Seit 1980 war das bisherige Einsatzfahrzeug im Dienst, erzählt Heiko Seibold. »Höchste Zeit zum Ausmustern«, bekräftigte der Vizekommandant. Der Neuerwerb glänzt nicht nur in neuem signalfarbenem Rot, sondern beeindruckt auch durch imposante Größe. 286 Pferdestärke bringen das Gefährt in Fahrt.

Zwei Atemschutzgeräte und ein Sprungpolster sind außerdem im Fahrzeug untergebracht. Die drei Mann Besatzung können die Drehleiter auf dreißig Meter Länge ausfahren, ihre Spitze ist durch ein teleskopierbares Gelenk variabel einstellbar, gab Hespeler Einblick in die Fahrzeugdaten. Und weil der Kommandant in den letzten Monaten mitbekam, dass bei anderen Wehren für neue Großfahrzeuge wegen ihrer Ausmaße extra Unterstellmöglichkeiten gebaut werden mussten, vergewisserte er sich im Vorfeld darüber, dass die vorhandene Halle als Garage ausreicht. »Ich habe die Maße von Fahrzeug und Halle ganz genau unter die Lupe genommen«, so der Feuerwehrchef mit einem Augenzwinkern.

Technisch ausgereift »Wie für viele andere Menschen auch ist eine Drehleiter für mich der Inbegriff des echten Feuerwehrfahrzeugs«, meinte Schweizer, auch wenn dieses Spezialfahrzeug eher selten gebraucht werde. »Aber wenn, dann gilt es Menschen aus unmittelbarer Gefahr durch Feuer, Rauch und Hitze zu bergen«, stellte der Bürgermeister dessen Bedeutung klar.

572 833 Euro kostet das »wunderschöne und technisch ausgereifte« Prachtstück. Vom Land Baden-Württemberg fließt ein Zuschuss von rund dreißig Prozent, rechnete das Gemeindeoberhaupt vor. »Die Finanzierung ist uns wahrlich nicht leicht gefallen«, wies Schweizer auf die »extrem schwierige Kassenlage der Gemeinde« hin.

»Um so mehr ist die Beschaffung das sichtbare Zeichen der Wertschätzung der Gemeinde für Ihre Arbeit«, sprach der Bürgermeister seinen Dank an die Feuerwehrleute für ihren »immerwährenden Dienst für die Mitbürger« aus. Die Dringlichkeit für die Beschaffung sei gegeben gewesen, verdeutlichte Kreisbrandmeister Walter Herrmann; gleichwohl habe es sich die Gemeinde bei der »kostenintensiven Investition« nicht leicht gemacht.

Doch durch den Kauf habe die Gemeinde ihre Verpflichtung erfüllt, die Feuerwehr mit technisch guten Geräten und Fahrzeugen auszustatten, betonte der Kreisbrandmeister und hofft, dass das Fahrzeug zur Motivation der Mannschaft beitrage und durch die Neuanschaffung vielleicht sogar die Neugierde von Jugendlichen geweckt werde. (lpt)